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Es werden Posts vom März, 2015 angezeigt.

Alles was ich bin

von Anna Funder

Am 1. April 1935 wurde zwei tote Frauen in einer Londoner Wohnung aufgefunden. Laut eines Gerichtsurteils, war es ein gemeinsamer Suizid. Wie es wirklich dazu kam, erzählt Ruth Blatt. Sie ist die Cousine von Dora Fabian, einer der Toten. Die andere Frau, die aufgefunden wurde, war Mathilde Wurm. Beide Frauen waren bekannte Sozialdemokratinnen, Journalistinnen und Frauenrechtlerinnen. London war ihr Exil, als sie 1933 vor den Machenschaften der SS und Hitlers Handlangern flohen. Von London aus, schrieben die Frauen weiterhin für die Zeitungen und versuchten den Deutschen die Augen zu öffnen.
"Es gab immer wieder Punkte, an denen wir entscheiden mussten, ob die Gefahr in der jemand schwebte, durch die Arbeit für unsere Sache gerechtfertigt wurde. Wir wurden verantwortlich für das Risiko, dass wir einander zumuteten. Das sollte man auch als Syndrom benennen." Der Schriftsteller und Dramatiker Ernst Toller, schrieb kritische Stücke für das Theater (Masse Mensch...)…

Montagsfrage

Montagsfrage: Was war bei euch die längste Phase, in der ihr nicht gelesen habt?
Ich musste allen ernstes darüber nachdenken. Ich kann mich nicht erinnern NICHT gelesen zu haben. Selbst als meine Kinder noch sehr klein waren und ich doch recht wenig Zeit hatte, habe ich viel gelesen.
Als die Monster dann ein "verständiges" Alter hatten, mussten sie mir zuhören,  wenn ich ihnen Harry Potter, Bartimäus und Konsorten vorgelesen habe.
Und Heute.... Ich lese sehr viel.  Aber am liebsten gute  Literatur.
Und Ihr?

Tauschbücher

Habt ihr auch Bücher die ihr schon einmal gelesen habt und vermutlich kein zweites Mal lesen werdet? Ich habe da so einige. Ich finde es aber viel zu schade sie einfach zu entsorgen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, sie in einem Buchgeschäft, das gebrauchte Bücher verkauft, zu spenden. In einem solchen Geschäft habe ich mich letzte Woche erst  mit einer lieben Freundin getroffen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich zusammenreißen musste. Tatsächlich habe ich zwei Bücher ein neues Zuhause gegeben.
Eine andere Möglichkeit hat Renate sich ausgedacht. Wir tauschen! Die Idee finde ich super, schade ist nur, bislang haben noch nicht so viele daran teilgenommen. Ich würde es toll finden wenn noch einige mehr daran Interesse zeigen würden. Ihr habt doch sicherlich noch einige Bücher, Hörbücher oder Zeitschriften, die ein neues Zuhause bräuchten. 

Meine Tauschbücher sind diese drei hier:

Sie sind alle drei schon gelesen. Natürlich! Ich habe auch zu einige Rezension geschrieben. Viellei…

Die Königin der Orchardstreet

von Susan Jane Gilman (wer mehr über S.Gilman wissen möchte, klickt auf ihren Namen) 


Träumt nicht fast jedes Kind von einem Leben in einer Eisfabrik? Schwärmt nicht jedes kleine Schleckermaul von besonderen Eissorten?  Wie muss es denn dann wohl sein, eine berühmte Eisproduzentin zu sein? Sie stammt aus Russland, kam 1913 mit ihrer Familie nach Amerika. Ihre Eltern sind, wie viele Einwanderer, völlig mittellos und hoffen auf das große Glück. Malka ist 6 oder 7 Jahre alt, hat eine ziemlich große Klappe und lässt sich nicht so leicht beeindrucken, sie ist erfindungsreich und sehr fantasievoll. Und das bis ins hohe Alter. Sie erzählt ihre Lebensgeschichte in manchmal schnoddriger Art. Vorlaut und neunmalklug,das sagt sie auch immer wieder selber von sich selbst, »verklagt mich doch! «

» hat man erstmal ein gewisses Alter erreicht, oh, da hält einen alle Welt für dumm, taub und unwichtig. Andere Frauen meines Alters, das sage ich euch, meine Schätzchen, die gäben  hervorragender Spioninnen a…

Der Distelfink

Von Donna Tartt
Theo und seine Mutter sind in einem New Yorker Museum für Kunst, als eine Bombe explodiert. Auf dem Weg nach draußen “findet” der traumatisierte Junge das Bild von Carel Fabritius *Der Distelfink* und nimmt es mit. Erst nach einiger Zeit realisiert der Dreizehnjährige, das seine Mutter bei diesem Attentat ums Leben gekommen ist. Theos Vater ist seit einem Jahr nicht auffindbar, somit steht der Junge allein im Leben. Damit beginnt eine Odyssee, die den Jungen auf schiefe Bahnen lenkt. Mit einigen Menschen die einen Anker in seinem Leben darstellen, schafft er sich doch ein angenehmes Leben und lernt stets dazu. Er “überlebt”, indem er sich in die Welt der Drogen flüchtet und trotz allem, zu einem angesehenen Menschen wird. 
Es ist unglaublich, wie sehr mich dieses Buch mitgerissen hat. Auch wenn das Buch zugeklappt auf meinem Nachttisch lag, musste ich oftmals an Theo, den Hauptdarsteller, denken. Das Schicksal dieses jungen Mannes ist so liebevoll,  auch detailreich e…